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Ferkelstall

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Zuchtsauenhaltung

Unser Hof ist die Heimat einer 30 Tiere starken Zuchtsauenherde (Deutsche Landrasse, DL), die sich in unserem Tieflaufstall sichtlich wohl fühlen. Außerdem gesellt sich ein Piétrain Eber zu dieser Herde, der eigentlich schon zu alt für seinen ursprünglichen Zweck ist. Er dient vor allem als Brunftreiz für die Zuchtsauen, die nach dem Absetzen in der Nachbarbucht untergebracht werden. Die Besamung der Sauen erfolgt dann künstlich.

Hier sieht man den vorderen Teil des Zuchtsauenlaufstalls. Zum Fressen und tränken stehen die Zuchtsauen in Einzelfressständen, die beim Füttern hinten verschlossen werden können. So werden Rangeleien um das Futter verhindert und jede Sau kann individuell gefüttert werden.

In der Regel stehen die Zuchtsauen 2 - 3 Stunden am Tag in diesen Einzelfressständen, der Rest der Zeit verbringen sie mit dem Durchwühlen des Strohs und natürlich schlafen.

Die Einstreu ist Weizenstroh, welches jedes Jahr nach der Weizenernte in Rundballen gewickelt und dann auf einer Wiese aufgesetzt und mit Folie abgedeckt wird. Durchschnittlich wird alle 3 Tage ein neuer Rundballen eingestreut, so dass der Jahresbedarf an Stroh bei ca. 120 Ballen (Æ 1,5 m) liegt. Der Laufstall wird ca. alle 4 Wochen mit dem Traktor ausgemistet. Die Höhe des Mistes beträgt dann ca. 0,5 m. Im Winter hat die Mistmatratze eine wärmende Wirkung, im Sommer hingegen legen sich die Zuchtsauen sehr gerne auf den kühlenden Beton in den Einzelfressständen.

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Abferkelstall

Nach 114 Tagen Tragzeit werfen die Zuchtsauen ihre Ferkel. Dazu werden sie rechtzeitig (ca. 7 Tage zuvor) aus dem Laufstall in den Abferkelstall verlegt. Dieser ist mit 8 Abferkelbuchten mit Kastengitterständen versehen, der Boden ist teilperforiert. D.h. der vordere Teil der Bucht ist mit einem Estrich ausgestattet, in dem eine Fußbodenheizung für das Ferkelnest eingearbeitet ist. Im hinteren Teil besteht der Boden aus Hartplastik-Gitter, durch die Kot und Harn in die darunter liegende Grube fällt. Dadurch entfällt das aufwändige Ausmisten mit der Mistgabel. Die dadurch gewonnene Zeit kann man dann für die wichtigen Aufgaben verwenden: Gesundheitskontrolle der Tiere, Wasserschalen reinigen und auffüllen, Ferkelfutter nachfüllen, usw.

Hier das Nest der Ferkel und der Gitterstand der Muttersau. Man sieht den Übergang von Estrichboden zu Gitterboden. Die Tiere fühlen sich auch bei strohloser Haltung sichtlich wohl. Ein weiterer Vorteil ist die angenehmere Luft im Stall, da weniger Ammoniak freigesetzt wird.

Die Ferkel werden nach der Geburt in des Ferkelnest gesetzt, welches für die ersten Tage (im Winter die erste Woche) mit einer Rotlichtlampe zusätzlich zur Bodenheizung gewärmt wird. Die Muttersau bekommt nach der Geburt eine Gebärmutterspülung, um Entzündungen vorzubeugen. Eine Injektion mit einem Oxytocin-haltigen Mittel hilft bei der Milchproduktion und wirkt fiebersenkend. Alle relevanten Daten werden im Stall auf einer Tafel und im Büro in einer Kartei für jede Sau aufgenommen: Ferkelanzahl, Anzahl totgeborener Ferkel, männliche und weibliche Ferkel, Komplikationen usw.
Die männlichen Ferkel werden nach 8 Tagen kastriert. Dies kann in diesem Stadium noch ohne Betäubung erfolgen, der Eingriff ist außerdem unkompliziert und schnell vorzunehmen.
Die Saugzeit beträgt in unserem Betrieb 35 Tage, also 5 Wochen. danach wird die Muttersau abgesetzt und wird wieder in den Laufstall eingestallt. Nach weiteren 5 Tagen setzt die Brunst ein, so dass wieder eine Besamung vorgenommen werden kann. Die Ferkel werden mit drei weiteren Würfen gleichen Alters zusammen zu einer neuen Gruppe von ca. 40 Ferkeln in einen neuen Stall umgestallt. Dies geschieht kurz nach dem Absetzen und abends. Durch die ungewohnte Umgebung und die Dunkelheit kommt es zu wesentlich weniger Rangkämpfe, die durchaus auch tödlich enden können. Verluste aus diesem Grunde sind bei uns kein Thema mehr.

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Ferkelstall

Der Ferkelstall ist der Stall, in dem die inzwischen 15 - 20 kg schweren Ferkel nach dem Absetzen zu Mastgruppe zusammengefasst werden. Dieser Stall hat einen Futterautomaten, einen Tränktrog und eine große Grundfläche mit Stroheinstreu. Das große Platzangebot, die große Menge an Stroh und der Effekt der neuen Umgebung machen das Zusammenführen der Würfe zu einem verlustarmen Unterfangen.  Die Ferkel bleiben ca. 2 - 3 Wochen in diesem Stall bis sie in den Maststall umgestallt werden. In dieser Zeit werden die Ferkel Läufer genannt.

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Maststall

Im Maststall werden die Läufer zunächst auf einer Teilspaltenfläche gehalten. d.h. der 1/3 der Fläche ist perforiert, 2/3 mit Estrich versehen. Die Fütterung erfolgt über Automaten ad libitum. Die Wasserzufuhr wird über zwei Tränknippel sichergestellt. In dieser Zeit erfolgt die Aufteilung der Gruppe in zwei kleinere Gruppen, da das Platzangebot der einzelnen Buchten für die nun schon recht großen Läufer nicht ausreicht. Oft fällt die Aufteilung auch mit der Verlegung der Gruppe in den Vollspaltenstall zusammen. Dort ist die gesamte Bodenfläche perforiert, die Fütterung erfolgt nun manuell. Das Futter wird für jede Gruppe abgewogen und per Hand zugeteilt. Hier werden die Mastschweine bis zur Schlachtreife (ca. 110 kg LG) gehalten.

Hier sieht man ein Mastschwein am Tränknippel im Maststall. Direkt darunter befindet sich der Futtertrog.

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